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Mental- Tipp der Woche: Wissen woher du kommst, um zu entscheiden wohin du gehst

Nur wer sein Ziel kennt, kann sich auf den Weg machen. Zielarbeit ist spielt daher auch im Sport eine äusserst wichtige Rolle und wird fleissig betrieben. Ein Ziel kann dabei einerseits als in der Zukunft liegender gewünschter Zielzustand verstanden werden, das sich durch seine Ergebnisorientierung (Top Ten-Platzierung nächstes Jahr) charakterisiert. Oder aber als innere Repräsentation des Zielzustands, also quasi als perfektes, inneres Bild von sich selbst (Futur Perfekt) im gewünschten Zielzustand. Diese Definition von Ziel hat also mehr Prozesscharakter. Vor lauter Zukunftsorientierung vergisst man oft, im richtigen Moment kurz innezuhalten, sich kurz umzudrehen um den bereits gemachten Weg entsprechend zu würdigen. Denn nur wenn du weisst, woher du kommst, kannst du dich auch realistisch einschätzen und deine nächsten Schritte realistisch planen. Zu hohe, unrealistische Zielsetzungen sind Nährboden für Frust und Selbstzweifel. Geschieht dies regelmässig, kann es sein, dass sich dies allmählich in deinem Selbstbild manifestiert und weitreichende Konsequenzen zur Folge hat. Deshalb ist es so wichtig, dass du vor deiner Zielsetzung kurz zurückschaust und eine ehrliche Standortanalyse vornimmst. Viele Leute überschätzen, was sie in einem Jahr erreichen können, unterschätzen aber, was sie in fünf Jahren erreichen können. Wie ist das bei dir, wie realistisch setzt du deine Ziele?

Für deine Reflexion eines Wettkampfs sprich deine Zielauswertung bietet sich folgendes Vorgehen an, das sich in 4 Schritte gliedert. Als erstes kannst du dich fragen, wie die Ausgangssituation vor dem zu evaluierenden Ereignis ausgesehen hat. Wo bist du gestartet? Welche Fähigkeiten, Kompetenzen waren bereits in welcher Form und Tiefe vorhanden? In einem nächsten Schritt wird der Wettkampf oder das Ereignis an sich reflektiert. Welche Situationen waren prägend während der Leistungserbringung? Der dritte Part beinhaltet den Transfer deiner Erkenntnisse in deine Rolle als Sportler im Bezug zu deinem Ziel. Fragen, die dich da unterstützen sind: Was heisst das für mich in meiner Rolle als Sportler? Was ist das Fazit der erlebten Situationen? Was nehme ich für den nächsten Wettkampf mit? Reflektieren ist nur sinnvoll, wenn die Gedanken konkret werden und schriftlich sichtbar gemacht werden. Der letzte Schritt ist daher die Planung der konkreten nächsten Schritte und Massnahmen aufgrund der gemachten Beobachtungen. Entscheide also, was du konkret wie, wo und wann unternimmst, um die Kompetenz zu entwickeln, damit du die vorgenommenen Punkte, sprich dein Fazit im nächsten Wettkampf tatsächlich umsetzen kannst.